PV Ertragsrechner: Solarertrag präzise online berechnen

Der Photovoltaik Ertragsrechner von bauprojektexperte.de
Inhaltsverzeichnis

Mit wenigen Angaben berechnest du den jährlichen Stromertrag deiner PV-Anlage – realistisch angepasst an Ausrichtung, Dachneigung, Verschattung und Systemverluste. Perfekt für Planung, Angebotsvergleich und Wirtschaftlichkeit.

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So funktioniert der PV Ertragsrechner

Die Berechnung kombiniert deine Anlagengröße mit einem standorttypischen spezifischen Ertrag (kWh pro kWp und Jahr). Dieser Ausgangswert wird dann anhand von Ausrichtung (Azimut), Dachneigung, Verschattung und Systemverlusten (z. B. Wechselrichter, Kabel, Temperatur) korrigiert.

Berechnungslogik in einfachen Worten

  • Effektiver spezifischer Ertrag = standorttypischer Ertrag × Orientierungs-Faktor × Neigungs-Faktor × (1 − Verschattung in %) × (1 − Systemverluste in %).
  • Jahresertrag = Anlagenleistung (kWp) × effektiver spezifischer Ertrag.
  • Monats- und Tagesdurchschnitt = Jahresertrag ÷ 12 bzw. ÷ 365.

Die Orientierungs- und Neigungsfaktoren bilden typische Minderungen gegenüber der optimalen Südausrichtung mit moderater Neigung ab. Richtwerte: Süd ≈ 100 %, Ost/West ≈ 80 %, Nord ≤ 30 %; Neigung um 25–35° ≈ 100 %, sehr flach oder sehr steil entsprechend weniger.

Jetzt Werte eingeben und berechnen

Eingaben & Ausgaben im Überblick

Das gibst du ein

  • Anlagenleistung (kWp): Summe der Modulleistung unter STC.
  • Spezifischer Ertrag (kWh/kWp·Jahr): Standortwert; in Deutschland oft ca. 850–1.100.
  • Ausrichtung (Azimut) (°): 0° = Süd, −90° = Ost, +90° = West, ±180° = Nord.
  • Neigung (°): 0° = flach, 90° = senkrecht; häufig optimal 25–35°.
  • Verschattung (% Jahresverlust): z. B. durch Bäume oder Nachbargebäude.
  • Systemverluste (%): gesamter Performance-Ratio-Abschlag, z. B. 10–18 %.

Das bekommst du heraus

  • Jahresertrag (kWh/Jahr)
  • Monatsdurchschnitt (kWh/Monat)
  • Tagesdurchschnitt (kWh/Tag)
  • Effektiver spezifischer Ertrag (kWh/kWp·Jahr)

Schritt-für-Schritt zur Ertragsprognose

  1. Trage die Anlagenleistung in kWp ein (z. B. 10 bei 25 × 400 Wp).
  2. Gib den spezifischen Ertrag deines Standorts ein (Richtwerte DE: ca. 850–1.100).
  3. Wähle die Ausrichtung in Grad (Süd = 0°, Ost = −90°, West = +90°, Nord = ±180°).
  4. Gib die Dachneigung in Grad an (0–90°).
  5. Schätze die Verschattung als prozentualen Jahresverlust.
  6. Setze die Systemverluste (z. B. 14 %).
  7. Klicke „Berechnen“ – die Ergebnisse erscheinen daneben. Hinweis: Die Berechnung startet nur per Klick.

Photovoltaik-Ertragsrechner

Anlagenleistung
Summe der installierten Modulleistung (STC). Beispiel: 10 kWp bei 25 Modulen à 400 Wp.
kWp
Spezifischer Ertrag
Jahresertrag je kWp am Standort. Richtwert DE: ca. 850–1.100 kWh/kWp·a.
kWh/kWp·Jahr
Ausrichtung (Azimut)
0° = Süd, -90° = Ost, +90° = West, ±180° = Nord. (PV-Azimut bezogen auf Süden)
°
Neigung (Dachneigung)
0° = flach/horizontal, 90° = senkrecht. Optimal meist 25–35°.
°
Verschattung (Verlust)
Jährlicher Minderertrag durch Schatten. 0–100 % (realistisch oft <10 %).
%
Systemverluste (PR, Wechselrichter etc.)
Gesamte Systemverluste (Temperatur, Wechselrichter, Kabel, Verschmutzung). Üblich: 10–18 %.
%
Jahresertrag (prognostiziert)
Monatsdurchschnitt
Tagesdurchschnitt
Effektiver spezifischer Ertrag

Beispielrechnungen

Alle Beispiele mit 10 kWp und einem standorttypischen spezifischen Ertrag von 950 kWh/kWp·Jahr.

SzenarioAusrichtung (°)Neigung (°)Verschattung (%)Systemverluste (%)Eff. spezifischer Ertrag (kWh/kWp·Jahr)Jahresertrag (kWh)Monat (kWh)Tag (kWh)
Optimal: Süddach030014817,008.17068122
Westdach, leichte Verschattung+9030514620,926.20951717
Ost/West flach±9010016588,355.88349016
Schwierige Lage: Nordost & starke Verluste−135451218381,223.81231810

Hinweis: Die Faktoren für Ausrichtung und Neigung sind heuristisch und bilden typische Minderungen gegenüber der Optimal-Konfiguration ab. Für eine feingranulare Standortanalyse kannst du zusätzlich ein Simulations- oder Strahlungsdatentool nutzen.

Tipps & Hinweise für bessere Erträge

  • Ausrichtung optimieren: Große Abweichungen von Süd (|Azimut| > 45°) senken den Ertrag. Ost/West ist meist okay, aber mit Abschlag.
  • Neigung im Blick: Außerhalb von etwa 10–50° lohnt sich ein Montagewinkel-Check. Häufig sind 25–35° vorteilhaft.
  • Verschattung minimieren: Ab > 10 % solltest du Anordnung, Modulabstände und ggf. Leistungsoptimierer prüfen.
  • Systemverluste begrenzen: Liegen die Verluste > 20 %, prüfe Wechselrichter-Auslegung, Leitungswege und PR-Annahmen.
  • Plausibilitätscheck: Sehr niedrige (< 800) oder sehr hohe (> 1.200) spezifische Erträge deuten auf falsche Standortannahmen hin.
  • Potenzial erkennen: Sind mehrere Minderungsfaktoren aktiv, besteht oft Optimierungsspielraum (z. B. Ausrichtung, Stringdesign, Optimierer).

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Komma/Punkt vertauscht: Im Deutschen ist das Komma das Dezimalzeichen (10,5 statt 10.5).
  • Falsche Prozentangaben: Verschattung/Systemverluste in Prozent eingeben (z. B. 14 für 14 %).
  • Azimut verwechselt: Süd = 0°, Ost = −90°, West = +90°, Nord = ±180°.
  • Unrealistische Leistungsangabe: kWp immer als Summe der Modul-Nennleistungen angeben.
  • Enter gedrückt – nichts passiert: Die Berechnung startet nur per Klick auf „Berechnen“.

Weiterführende Inhalte

FAQ: Häufige Fragen zum PV-Ertrag

Was bedeutet „spezifischer Ertrag“?

Das ist der jährliche Stromertrag je kWp installierter Leistung. Beispiel: 950 kWh/kWp·Jahr bedeutet, dass eine Anlage mit 10 kWp vor Korrekturen etwa 9.500 kWh pro Jahr liefern würde.

Woher bekommst du den passenden Standortwert?

Nutze regionale Strahlungsdaten oder etablierte PV-Datenbanken und Ertragsatlanten und passe den Wert bei Bedarf an deine Anlagenkonfiguration an.

Wie stark beeinflussen Ausrichtung und Neigung den Ertrag?

Eine Südausrichtung mit moderater Neigung liefert meist den höchsten Jahresertrag. Ost/West bringt etwas weniger, verteilt die Produktion aber breiter über den Tag. Sehr große Abweichungen von Süd oder extreme Neigungen reduzieren den Ertrag deutlich.

Was zählt zu den „Systemverlusten“?

Dazu gehören Wechselrichter-Wirkungsgrad, Leitungsverluste, Temperatur- und Verschmutzungseffekte sowie weitere PR-Komponenten. Übliche Annahmen liegen bei etwa 10–18 %.

Berücksichtigt der Rechner die Jahreszeit?

Die Ausgabe zeigt einen Jahres-, Monats- und Tagesdurchschnitt. Eine echte monatliche Ertragsverteilung ist standort- und wetterabhängig und nicht Teil dieser Schnellrechnung.

Kannst du Eigenverbrauch oder Speicher berücksichtigen?

Der Rechner liefert Erträge auf Jahresbasis. Eigenverbrauch, Einspeisung und Speichereffekte werden nicht separat modelliert und sollten in einem Wirtschaftlichkeitsrechner bewertet werden.

Wie gehst du mit Verschattung um?

Gib den realistischen Jahresverlust in Prozent an. Bei relevanter Verschattung helfen oft Leistungsoptimierer, ein angepasstes Stringdesign oder Modulumlagerungen.

Jetzt selbst berechnen

Gib deine Daten ein und klicke auf „Berechnen“ – schon erhältst du eine solide Ertragsprognose.

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